Herbsttreffen 2014 in Hilden bei Düsseldorf

Vom 31.10. bis 01.11.14 tagte die ESTRILDA im Hotel Amber in Hilden. Besonders geehrt war die Versammlung durch die Teilnahme des Ehrenpräsidenten, Gründungsmitgliedes und langjährigen Vorsitzenden der ESTRILDA, Heinz A. Pajain (Hilden). Das Treffen, das von Heinz-Werner Meier (Düsseldorf) ausgerichtet worden war, bot ein hochinteressantes Vortragsprogramm. Florian Richter vom Zoo Köln berichtete über einen Aufenthalt am Cikananga Conservation Breeding Center auf Java, wo er an der Erhaltungszucht bedrohter javanischer Arten mitwirkte. Alex Droste (Düsseldorf) schilderte seine Beobachtungen am Tüpfelastrild, dessen Fitness gut an bestimmten Gefiedermerkmalen erkennbar ist. Die Fitness der Tüpfelastrilde könnte ein Indikator für die Güte der Haltungsbedingungen für Arten mit ähnlichen Ansprüchen sein. Er wurde gefolgt von Tobias Krause von der Unteren Landschaftsbehörde Düsseldorf, der eindrucksvoll die Entwicklung der Grünflächen in und um Düsseldorf herum im Verlauf der letzten 100 Jahre darstellte. Es fällt auf, dass viele der heutigen Waldgebiete vor Jahrzehnten noch Heideflächen waren. Diese Lebensraumänderung ist ein wichtiger Grund für die Veränderungen des Artenspektrums. Anschließend berichtete Tim Ziesmann (Dinslaken) von seinen ornithologischen Eindrücken auf einer Reise nach Costa Rica. Wieland Steinert (Bonn) stellte seine Haltungs- und Zuchterfahrungen mit den „afrikanischen Lonchura-Arten“ (i.e. Elsterchen, Silberschnäbelchen, Perlhalsamadine) dar, gefolgt von Sven Cichon (Grenzach-Wyhlen), der über neuere Entwicklungen in der Rare Finch Conservation Group sprach sowie über Haltungserfahrungen mit der Schwarzbrustnonne aus Papua-Neuguinea. Ein echtes Highlight stellte der Vortrag von Silke Heibges (Langenfeld) mit dem Titel „Die Gesunderhaltung des Vogelbestandes“ dar. Die Folien können auf Frau Heibges Homepage angeschaut werden (http://www.skybeauties.com/publikationen.html). Für die Gesunderhaltung sind bestimmte Faktoren bekanntlich von essentieller Wichtigkeit, insbesondere Ernährung, Unterbringung wie auch die Vermeidung von Krankheiten/Parasiten. Sie werden vom Halter entscheidend beeinflusst und bestimmen die Fitness der Vögel und ihrer Nachkommen. Frau Heibges gab hier viele ihrer wertvollen Erfahrungen weiter, die auf genauer Beobachtung und einer wissenschaftlich-systematischen Herangehensweise fußen. Die Tagung endete am Samstagabend mit einem gemeinsamen Abendessen im Tagungshotel, bei dem noch ausführlich über die Vortragsinhalte diskutiert wurde. Vielen Dank nochmal an Heinz-Werner Meier für die Tagungsorganisation.